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Wann ist der nächste TÜV fällig? HU-Termin herausfinden und Auto-Wartung im Blick

Aktualisiert: 30. Oktober 2026

Das Rad eines Autos auf einer Hebebühne in einer Prüfwerkstatt, daneben ein Reifendruckprüfer

Der Termin steht auf der Plakette, aber wer schaut schon regelmäßig auf sein hinteres Nummernschild? Und plötzlich ist der TÜV seit drei Monaten fällig. Das ist ärgerlich, denn der Termin lässt sich leicht ablesen und gut vorausplanen. Hier liest du, wie oft dein Auto zur Hauptuntersuchung muss, wie du den Termin findest, was beim Überziehen droht und was du sonst am Auto im Blick behalten solltest.

Die Regel in der EU

Jedes EU-Land hat eine regelmäßige technische Prüfung für Autos: die Hauptuntersuchung in Deutschland, das Pickerl in Österreich, die APK in den Niederlanden. Die Grundlage ist die EU-Richtlinie 2014/45/EU. Sie legt für Pkw das Minimum fest: erste Prüfung vier Jahre nach der Erstzulassung, danach alle zwei Jahre. Die Länder dürfen strenger sein, und viele sind es.

Deutschland: die Hauptuntersuchung

Für Pkw gilt nach § 29 StVZO: die erste Hauptuntersuchung (HU) 36 Monate nach der Erstzulassung, danach alle 24 Monate. Die HU machen Prüforganisationen wie TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS, oft auch direkt in deiner Werkstatt. Umgangssprachlich heißt das alles “TÜV”.

So findest du den Termin

Ein öffentliches Register, in dem du den HU-Termin per Kennzeichen nachschlagen kannst, gibt es in Deutschland nicht. Du findest ihn an zwei Stellen:

  1. Die Plakette auf dem hinteren Kennzeichen. Die Zahl in der Mitte ist das Jahr. Der Monat ist der, der oben steht, auf zwölf Uhr. Auch die Farbe verrät das Jahr, aber die Zahl ist eindeutiger.
  2. Der Prüfbericht der letzten Hauptuntersuchung. Dort steht der nächste Termin ausdrücklich drin. Leg ihn zu den Fahrzeugpapieren.

Fällig ist die HU bis zum Ende des Monats auf der Plakette.

Was droht beim Überziehen?

Die Beträge stehen im Bußgeldkatalog. Laut Verbraucher- und Rechtsportalen wie mobile.de und bussgeldkatalog.de gilt für Pkw ungefähr:

  • Bis zu zwei Monate über dem Termin: in der Regel noch kein Verwarnungsgeld.
  • Mehr als zwei Monate: ein Verwarnungsgeld, das mit der Dauer steigt.
  • Mehr als acht Monate: 60 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Dazu kommt: Wer länger als zwei Monate überzieht, muss in vielen Fällen mit einer erweiterten und damit teureren Prüfung rechnen. Und mit einem Auto, das nicht verkehrssicher ist, kann es nach einem Unfall Ärger mit der Versicherung geben. Planst du den Termin rechtzeitig, sparst du dir das alles.

Österreich: das Pickerl

In Österreich heißt die Prüfung Begutachtung nach § 57a KFG, kurz Pickerl. Laut ÖAMTC gilt für Pkw derzeit die Regel 3-2-1: erste Begutachtung drei Jahre nach der Erstzulassung, die nächste nach zwei Jahren, danach jährlich. Du kannst ab einem Monat vor dem Monat auf dem Pickerl hin, und hast bis vier Monate danach Zeit.

Ab Mai 2027 soll das Intervall laut ÖAMTC für die meisten Fahrzeuge geändert werden, mit der ersten Begutachtung nach vier Jahren. Der Pickerlrechner des ÖAMTC zeigt, was für dein Auto gilt.

Was du sonst am Auto im Blick behältst

Die HU ist eine Mindestprüfung für die Sicherheit. Eine neue Plakette sagt nichts über den Zahnriemen, der in 10.000 Kilometern fällig ist, oder die Bremsflüssigkeit, die seit drei Jahren niemand gewechselt hat. Das lohnt sich, selbst festzuhalten:

  • Inspektionen. Der Hersteller gibt ein Intervall nach Zeit und Kilometern vor, etwa jedes Jahr oder alle 15.000 Kilometer, je nachdem, was zuerst kommt. Das genaue Intervall steht im Serviceheft oder in der Betriebsanleitung und ist je nach Auto verschieden.
  • Den Kilometerstand. Schreib ihn ab und zu auf, damit du siehst, wann die nächste Inspektion nach Kilometern fällig ist.
  • Reifen. Reifendruck einmal im Monat prüfen. In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht: Bei Glätte, Schnee oder Eis braucht das Auto Winterreifen. Notiere, wann du wechselst und wo der andere Satz lagert.
  • Rückrufe. Hersteller rufen Autos zurück, wenn es ein Sicherheitsproblem gibt. In Deutschland informiert das Kraftfahrt-Bundesamt; meist schreibt dir auch der Hersteller.
  • Kosten. Bewahre auf, was jede Inspektion und Reparatur gekostet hat, mit Rechnung. Das hilft beim Vergleichen von Werkstätten und beim Verkauf, genau wie die Belege für deine Haushaltsgeräte.

Ein lückenloses Scheckheft mit Daten, Kilometerständen und Rechnungen macht ein Auto beim Verkauf auch mehr wert: Es zeigt, dass es gepflegt wurde.

So hilft dir Domeaz

In Domeaz trägst du dein Auto in die Garage ein, mit Marke, Modell, Baujahr und dem Termin der nächsten HU oder des nächsten Pickerls. Du bekommst einen Wartungsplan, der zum Fahrzeug passt: die Hauptuntersuchung, Inspektionen nach Zeit und nach Kilometern, Reifendruck und Winterreifen, jeweils mit einer Erinnerung vorab.

Trägst du eine Inspektion oder Reparatur ein, notierst du den Kilometerstand, die Kosten und die Werkstatt. Die Kosten fließen in deine Jahresübersicht, neben deine Fixkosten. Auch Fahrrad und E-Bike passen dazu. Mehr über Garage und Fahrzeuge in Domeaz.

Domeaz ist kostenlos für den Einstieg und werbefrei. Domeaz entdecken.

Häufige Fragen

Wie oft muss ein Auto zur Hauptuntersuchung?
In Deutschland muss ein Pkw 36 Monate nach der Erstzulassung zum ersten Mal zur HU, danach alle 24 Monate. Das regelt § 29 StVZO.
Wie lese ich die TÜV-Plakette ab?
Die Zahl in der Mitte der runden Plakette auf dem hinteren Kennzeichen ist das Jahr. Der Monat ist der, der oben steht, auf zwölf Uhr. Der Termin steht außerdem im Bericht der letzten Hauptuntersuchung.
Was passiert, wenn ich den TÜV überziehe?
Laut Verbraucher- und Rechtsportalen droht ab mehr als zwei Monaten Überziehung ein Verwarnungsgeld, das mit der Dauer steigt; ab acht Monaten kommen 60 Euro und ein Punkt in Flensburg dazu. Die Prüfung kann dann außerdem umfangreicher und teurer werden.
Wie ist es in Österreich?
Dort heißt die Prüfung Begutachtung nach § 57a KFG, kurz Pickerl. Laut ÖAMTC gilt für Pkw derzeit 3-2-1: nach drei Jahren, dann nach zwei, danach jährlich. Ab Mai 2027 soll ein neues Intervall gelten; der Pickerlrechner des ÖAMTC zeigt den Termin für dein Auto.
Was sollte ich neben dem TÜV noch im Blick behalten?
Inspektionen nach Zeit und Kilometern, den Kilometerstand, Reifendruck und Reifenwechsel, Rückrufe für dein Modell und was jede Inspektion und Reparatur gekostet hat. Ein lückenloses Scheckheft hilft auch beim Verkauf.

Quellen

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI geschrieben und vom Domeaz-Team geprüft. Die Quellen stehen im Text. Einen Fehler entdeckt? Schreib an hello@domeaz.app.